NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - WAS BLEIBT


Neues Kunsthaus Ahrenshoop

WAS BLEIBT


















































Ausstellung vom 5. Dezember 2021 bis 28. Februar 2022
Mittwoch bis Montag 10 bis 16 Uhr geöffnet


 
WAS BLEIBT.
Kulturlandschaften im Wandel


Fotografien von Wiebke Elzel / Jana M√ľller
und Karl-Ludwig Lange
Gastkurator: Benjamin Ochse

Eröffnung der Ausstellung
am 4. Dezember 2021 um 17 Uhr




Ausstellungsansichten finden sie hier.


BEGLEITPROGRAMM W√ĄHREND DER AUSSTELLUNG:

17. Dezember 2021 um 16 Uhr Filmvorf√ľhrung
‚ÄěKarl-Ludwig Lange ‚Äď Der Photograph‚Äú
Ein Dokumentarfilm von Benjamin Ochse (Dtl. 2013)
Anschließend Gespräch
mit dem Filmemacher und Kurator der Ausstellung
Info: http://www.lange-derfilm.de/

29. Dezember 2021 um 15 Uhr Kuratorenf√ľhrung
Benjamin Ochse f√ľhrt durch die Ausstellung

5. Februar 2022 um 16 Uhr Filmvorf√ľhrung
‚ÄěKarl-Ludwig Lange ‚Äď Der Photograph‚Äú
Ein Dokumentarfilm von Benjamin Ochse (Dtl. 2013)
Anschlie√üend Gespr√§chmit Olivia Franke / k√ľnstlerische
Leiterin des Neuen Kunsthauses Ahrenshoop
Info: http://www.lange-derfilm.de/

Vermittlungsangebot f√ľr Schulen: ‚ÄěKunst macht Schule‚Äú ‚Äď Projektarbeit zum Thema Fotografie und Landschaft

In der Ausstellung ¬ĽWas bleibt. Kulturlandschaften im Wandel¬ę prallen zwei fotografische Welten aufeinander. Die Motive des K√ľnstlerinnen-Duos Wiebke Elzel und Jana M√ľller sowie die Bildfindungen von Karl-Ludwig Lange k√∂nnten gegens√§tzlicher nicht sein. Und doch finden die in Berlin lebenden und arbeitenden Fotograf:innen im gemeinsamen Sujet wieder zusammen: der fotografischen Besch√§ftigung mit dem Wandel von Kulturlandschaften.

Der Fotograf Karl-Ludwig Lange setzte sich 2015 mit dem langsamen und meist unbemerkten Zerfall von historischen Stadel, traditionellen b√§uerlichen Nutzgeb√§uden im Alpenvorland bei Murnau, auseinander. Die landschaftlich pr√§genden Holzkonstruktionen waren lange Zeit ein beliebtes Motiv von K√ľnstler:innen. Jetzt verschwinden sie allm√§hlich aus dem Landschaftsbild.

Auf √§hnliche Weise n√§hrte sich 2009 das K√ľnstlerinnen-Duo Wiebke Elzel mit Jana M√ľller der vom Kohletagebau zur W√ľstung freigegebenen Gemeinde Heuersdorf in Sachsen. Das d√∂rfliche Idyll in ihren Bildern ist tr√ľgerisch. Die H√§user und Stra√üen sind verweist, keine Menschenseele lebt mehr in dem Ort, die Bewohner:innen wurden l√§ngst umgesiedelt. Die W√ľstung wird zum Sinnbild f√ľr die Zerst√∂rung einer Kulturlandschaft durch den Tagebau.

Das Thema Landschaft besch√§ftigte K√ľnstler:innen √ľber Jahrhunderte hinweg auf unterschiedliche Weise. Auch die Maler:innen, die Ende des 19. Jahrhunderts Ahrenshoop kamen, setzten sich in ihrer Landschaftsmalerei auch mit dem Wandel der Kulturlandschaft Fischland-Darss-Zingst auseinander. Heute leben wir in einer Zeit, in der das Verh√§ltnis des Menschen zur Natur in vielfacher Weise problematisch geworden ist. Die Fotografischen Positionen der Ausstellung erz√§hlen von diesem Problematischwerden. Es sind stille Zeugnisse eines Verlusts.

Gastkurator
Benjamin Ochse, geboren 1965 in Freiburg, lebt in Berlin und arbeitet in unterschiedlichen Designdisziplinen sowie als Kurator und Autor. Ochse absolvierte 1986 eine Ausbildung zum Modedesigner am Lette-Verein Berlin, es folgte eine Weiterbildung zum Computer-Grafik-Designer und sp√§ter zum Audio- und Videodesigner. Er besch√§ftigte sich mit der Gestaltung von Ausstellungen und Medienprojekten und kuratiert seit 2002 eigene Ausstellungen. 2021 erhielt er ein Kuratorenstipendium vom K√ľnstlerhaus Lukas, eine F√∂rderung der Stiftung Kunstfonds Bonn sowie Berliner  Literaturstipendium f√ľr Recherche.
Neues Kunsthaus Ahrenshoop