NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - FUNDUR. Fremd in Island


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

FUNDUR. Fremd in Island


Dana Neilson (Detail)












Birte Pedersen












Bernd Kerkin












Miro Zahra

Ausstellung vom 17. Juni bis 10. September 2018
geöffnet Mittwoch-Montag 10-18 Uhr

               
FUNDUR. FREMD IN ISLAND

Das isländische Wort FUNDUR bedeutet treffen|entdecken|finden und bringt die Vielschichtigkeit einer neuen und intensiven Begegnung auf den Punkt. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie unterschiedlich das Spannungsfeld zwischen Subjekt und Objekt in der Begegnung mit den außergewöhnlichen Landschaften und den Menschen in Island sein kann. Den Zustand von FREMD IN ISLAND zu sein, interpretieren neun Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Finnland, Dänemark und Norwegen, die in isländischen Künstlerresidenz gearbeitet haben. Sie präsentieren zeitgenössische Positionen von unterschiedlicher Dimension und Intensität, ausdruckstark in visueller, akustischer und kognitiver Form.
2018 feiert Island 100 Jahre Unabhängigkeit und das Künstlerhaus Lukas 10-jährige Kooperation mit Kulturinstitutionen Islands. Die NES - Artist Residency Skagaströnd hat dabei eine besondere Bedeutung, die ebenso in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen mit einem Festival feiert. Das Künstlerhaus Lukas und NES - Artist Residency sind Partner im Stipendienaustauschprogramm beider Einrichtungen. Zur Ausstellung und dem 10-jährige Jubiläum erscheint ein Katalog in isländischer und deutscher Sprache. Das Projekt ist ein gemeinsames von Künstlerhaus Lukas und Neuem Kunsthaus in Ahrenshoop.

Das Programm zur Eröffnung:
Begrüßung
Gerlinde Creutzburg - Direktorin Künstlerhaus Lukas
Grußwort
Soffia Gunnarsdottir - Kulturbeauftragte der Botschaft der Republik Island
Eröffnung
Iwona Knorr - Gastkuratorin der Ausstellung
Klangperformance
Anne Munka - Komponistin und Musikerin
Künstlergespräch
mit den teilnehmenden KünstlerInnen - Moderation: Iwona Knorr
FUNDUR kulinarisch
Isländisches Fingerfood und Vodka on the rocks



Das Programm während der Ausstellungszeit:
20. und 27. Juni, 11 Uhr Die Kuratorin führt durch die Ausstellung
22. und 30. Juni, ab 17 Uhr Chillen bei isländischer Musik und dem Lieblingsgetränk der Isländer: Kaffee
23. Juni, 15-17 Uhr „Let´s talk about Iceland“, die Kuratorin führt durch die Ausstellung und erzählt über ihre Begegnung mit Island bei Kaffee und Kuchen (Führung inkl. Eintritt 5,- €, ermäßigt 3,-€)

Auszug aus dem Katalog 
FUNDUR. FREMD IN ISLAND

von Iwona Knorr
„Fremdsein in Island hat viele Gesichter. Es ist die Sehnsucht nach Fremde, die die Autorin und Dichterin Kerstin Preiwuß nach Islands Hauptstadt Reykjavik führt. Erst wenn sie den touristischen Blick ablegt, findet sie das ersehnte Fremde in subtilen und beinahe langweiligen Wahrnehmungen. In den Installationen von Anne Hille, die in Kopavegur nahe Reykjavik arbeitete, rücken der Genpool einer isolierten Nation und das Verhältnis der Isländer zur eigenen Familiengeschichte in den Fokus. Der Videokünstler Sigbjørn Bratlie, der wie alle weiteren beteiligten Künstler*innen in Skagaströnd im Norden der Insel zu Gast war, lenkt sein Augenmerk auf die isländische Sprache und untersucht auf humorvolle Weise die Grenzen der Verständigung in der Kommunikation. Birte Pedersen hingegen baut in ihrer Fotokunst die Verbindung ihres Vaters zu der Insel aus und erweitert sie um ihre eigene Perspektive. Eine Konfrontation von Vorstellung und Realität findet in der Werkgruppe Vertraute Fremde von Miro Zahra statt. In der Malerei von Bernd Kerkin gehen das Fremde und das Vertraute ineinander über und ergänzen sich gegenseitig. Dass man sich der Fremde anders als intellektuell nähern kann, zeigt Dana Neilson in ihrer Videoperformance. Es ist ihr eigener Körper, der einen Dialog mit der unbekannten Landschaft eingeht. Hannah Skarsholm findet das Zusammenspiel des schwarzen Sandes mit dem allgegenwärtigen Wind, verknüpft es mit der Theorie des Chaos und ist verblüfft. Die Musikerin und Komponistin Anne Munka sammelt Geräusche und verarbeitet ihre neuen und ungewohnten Hörerfahrungen zu einer Klanglandschaft Islands."
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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