NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - Meer


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

Meer


Marie-Luise Meyer












Antje Scharfe (Detail)














Marie-Luise Meyer

Ausstellung vom 10. September bis 30. Oktober 2017
geöffnet Mi-Mo 10-17 Uhr


               
DIE MÄR VOM MEER

Antje Scharfe – Keramik
Marie-Luise Meyer – Fotografie
Simone Trieder – Worte


Drei Künstlerinnen aus Halle bekennen ihre Begeisterung und besondere Beziehung zum Meer. Die Kontakte untereinander ergaben sich aus ihren Arbeitsbiografien. Antje Scharfe war die Keramik-Professorin von Marie-Luise Meyer an der Burg Giebichenstein - Kunsthochschule Halle. Simone Trieder und Marie-Luise Meyer lernten sich über ein Gruppenprojekt im Künstlerhaus Lukas kennen und haben seitdem mehrmals zusammen ausgestellt. Die gemeinsame Liebe zum Meer und seinen Anwohnern äußert sich in dieser Ausstellung in verschiedenen miteinander korrespondierenden künstlerischen Positionen.

Antje Scharfe ist besonders von der Schönheit der Meeresbewohner fasziniert. Fische finden sich oft als Dekorelement auf ihren keramischen Werken, wo sie als leichte Figuren nahezu schwirrend unterwegs sind, die dennoch stets eine Richtung haben. Ihr experimenteller Umgang mit dem Material und diesem Sujet mündet in grafische Elemente auf ihren großformatigen Plastiken und „Gefäßerweiterungen“.

Marie-Luise Meyer hat sich neben ihren beeindruckenden keramischen Installationen in der letzten Zeit der Fotografie zugewandt. In ihren Makrofotografien findet sich dennoch häufig Ton als Inszenierungsmaterial in verschiedenen Verarbeitungsphasen. Ein feiner ironischer Unterton gibt ihren Inszenierungen Leichtigkeit.

Simone Trieder haben die Begegnungen mit den Fischern des Fischlandes in den letzten Jahren nachhaltig beeinflusst. In verschiedenen Texten nähert sie sich ihrer Tätigkeit, der Mythologie des Berufes und der Poetik ihrer Sprache. In der Schau im Neuen Kunsthaus wird eine Tonschleife als Collage aus Gesprächsfetzen und Geräuschen zu hören sein. Zur Lesung wird sie einige ihrer „Fischer-Stumps*“ vorstellen.

* Stumps sah die Autorin im Bilderbuchmuseum Troisdorf, Stumps gab es in den 1920ern in England als kleines Querformat (ca 5 x 10 cm) mit Bildern und Texten. Stump – engl. für Stumpf oder Stummel. Diese Form diente als Anregung für die kurzen Prosaausrisse.

Wir danken sehr herzlich dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Vorpommern-Rügen für die Projektförderung und der Sparkasse Vorpommern in Ribnitz-Damgarten, der BDO AG Rostock, dem Künstlerhaus Lukas sowie allen Freundeskreismitgliedern von NEUE KUNST HAT FREUNDE für die freundliche Unterstützung.

Eröffnung am 09.09.2017 um 17 Uhr
einführende Worte: Anett Hauswald - Kunstwissenschaftlerin
Lesung mit Simone Trieder
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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