NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - Von der Kunst …


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

Von der Kunst …


Lisbeth Grägg














      

Maria Lavman Vetö
















  Lisbeth Grägg















  Maria Lavman Vetö

Ausstellung vom 11. September bis 31. Oktober 2016
Öffentlicher Ausstellungsaufbau vom 11. bis 23. September 2016
1. Oktober 2016, 15 Uhr, Führung durch die
Ausstellung anlässlich von KUNST HEUTE
geöffnet Mittwoch-Montag 10-17 Uhr


               
VON DER KUNST
KOMPLIZIERTE DINGE
EINFACH ZU SAGEN

MARIA LAVMAN VETÖ
(Malmö/Schweden) - Konzept/Digital Art/Malerei

LISBETH GRÄGG
(Malmö/Schweden) - Video/Skulptur


Preview zur Ausstellung
am 10. September 2016 um 17 Uhr

Ausstellungseröffnung
am 24. September 2016 um 17 Uhr


Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten der beiden in Malmö/Schweden lebenden Künstlerinnen. Beide Künstlerinnen sind Mitglied der Produzentengalerie „rostrum“.

Lisbeth Grägg (*1958 in Vörå/Finnland)
studierte an der School of Graphics in Malmö und erhielt seitdem mehrere Arbeitsstipendien. Ausstellungen und -beteiligungen u.a. in Lund, Malmö, Mustasaari, Örebro.

Sie ist im September 2016 Austauschstipendiatin der Grafik- und Skulpturenwerkstatt Malmö/Schweden. Ihre Arbeitsweise ist nicht festgelegt – sie nutzt verschiedene Genres wie Fotografie, Text, Video - hauptsächlich aber Installationen und Performances an dafür geeigneten Orten. Oft beleuchtet sie aus verschiedenen Blickwinkeln Erinnerungen, Eindrücke und Erfahrungen aus dem Land in dem sie aufgewachsen ist oder von anderen Orten, an denen sie selbst war. Ihre Familie und deren Geschichte spielen dabei eine besondere Rolle, auch ihre Vorstellungen von Heimat. Ihre letzten Arbeiten setzen sich mit der Sterblichkeit des Menschen sowie mit deren Gedanken über das Leben und dessen möglicher Wiederkehr auseinander.

Maria Lavman Vetö (*1960 in Stockholm/Schweden)
studierte an der Königlich-Dänischen Akademie für Bildende Künste in Kopenhagen und an der School of Arts and Communications der Universität Malmö, zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u.a. in Budapest, Hamburg, Kopenhagen, Lund, Malmö, Sevilla, Stockholm
 
In ihren Malereien und digitalen Arbeiten erkundet Maria Lavman Vetö Themenfelder wie Farbe, Größenverhältnisse und Wahrnehmung. Außerdem beteiligt sie sich an Installation- und Net-Art-Projekten wie im letzten Jahr am Teletext Art Festival ITAF 2015, einem Projekt, zu dem verschiedene Künstler eingeladen waren, mit den speziellen Mitteln des Teletextes Kunstwerke zu schaffen. Maria Lavman Vetö nutzt in ihrer Arbeit grundlegende Gestaltungselemente, sowohl hinsichtlich der Formen als auch der Materialauswahl. Im weitesten Sinne arbeitet sie mit neuen Bildtechnologien und Digitaldruck, mit Bezug zu Architektur und Design. Dieses dynamische Feld ermöglicht ihr trotz - oder gerade wegen - seiner Offenheit die Entwicklung von Variationen zu einem Thema.

In den letzten Jahren arbeitete Maria Lavman Vetö sowohl als Künstlerin als auch als Administrator in der Schulbibliothek eines Gymnasiums in Lund. Dort ist sie u.a. auch für die Registrierung der Schulbücher verantwortlich. Vor einem Jahr hat sie damit begonnen, von jedem aktuellen Lehrbuch jeweils eine Abbildung und einen Satz auszuwählen und abzuspeichern. Später wählte sie daraus zum Teil mikroskopisch kleine Fragmente aus und fügte sie zu einem Ganzen. Die so entstandene Arbeit wird als Diaprojektion im Neuen Kunsthaus gezeigt.

„Dialog“ (Arbeitstitel) ist der Versuch, die gemeinsam mit einem deutschen Freund begonnene Übersetzung der gesammelten Sätze aus Lehrbüchern zu vollenden. Dabei gilt ihr besonderes Interesse dem Inhalt und der Bedeutung von Redewendungen. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts in den Ausstellungsräumen wird die Künstlerin das Publikum bitten, ihr bei der Übersetzung zu helfen. Sowohl der Ursprung, die schwedischen Sätze, als auch deren Übersetzung ins Deutsche werden schließlich mit der Hand auf Papier geschrieben und an der Wand in der Nähe des Monitors platziert.

Die Tatsache, in der Schule auch für die Herstellung von Anwesenheits-statistiken verantwortlich zu sein, war der Impuls für die Arbeit „Anwesenheit-Abwesenheit“: Maria Lavman Vetö nutzt dabei das grafische Material als Ausgangspunkt für vier Malereien – jede Malerei entspricht einem Programm der Schule – an dieser Arbeit wird sie während ihres Aufenthalts weiterarbeiten und den Besuchern einen Einblick in den Entstehungsprozess dieser Werke ermöglichen.
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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