NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - 3+6 junge kunst aus drei ländern


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

3+6 junge kunst aus drei ländern


Viktorija Dambrauskaitė








      

 Zardasht Faraj












 Simas Žaltauskas












 Paula Gau

Ausstellung vom 3. Mai bis 29. Juni 2015
täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr, außer dienstags


               
3+6 junge kunst aus drei ländern

Carl Johan Wirsell (Malmö/Schweden) – Malerei 
Zardasht Faraj (Malmö/Schweden) – Malerei
Viktorija Dambrauskaitė (Klaipėda/Litauen) – Illustration
Simas Žaltauskas (Klaipėda/Litauen) – Malerei
Sarah Fischer (Greifswald/Deutschland) – Fotografie
Paula Gau (Greifswald/Deutschland) – Fotografie

Die Ausstellung 3+6 junge kunst aus drei ländern lädt junge Künstlerinnen und Künstler aus Südschweden, der Region Klaipėda und aus Mecklenburg-Vorpommern nach Ahrenshoop ins Neue Kunsthaus ein. Alle an der Ausstellung beteiligten KünstlerInnen erhielten im Rahmen von Kooperationen mit der KKV Grafikwerkstatt und Monumental in Malmö, dem Klaipėda Kultur- und Kommunikationszentrum und der Universität Greifswald ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas. Aus Greifswald sind zwei Preisträgerinnen des INSOMNALE Wettbewerbes des Caspar- David-Friedrich Instituts der Universität Greifswald dabei. 
Die Ausstellungsreihe zeigt bereits im zehnten Jahr, wie wichtig der interkulturelle Austausch gerade von jungen KünstlerInnen ist, um den Akteuren selbst und den Besuchern unterschiedlichste Einblicke und Erfahrungen in die aktuelle Kunstentwicklung zu ermöglichen. Ein sechsteiliger Katalog im Schuber und die Wanderung der Ausstellung nach Schweden und Litauen bieten den jungen Künstlerinnen und Künstlern als Erstförderung eine besondere internationale Präsentationsplattform. 

Carl Johan Wirsell, geboren 1984 in Kastlösa/Schweden, schafft einen unaufhörlichen Fluss von Bildern. Jedes seiner Bilder ist eine Reihe von Bedeutungen, Gesten und Anspielungen. Er sammelt Gegenstände, um ihnen dann eine andere Form zu geben. Inspiriert von alter Textilkunst oder Kirchfreskomalerei baut er Brücken zwischen Zeiten und Welten und kann sich so Unbekanntem, Entferntem, vielleicht Furchterregendem annähern. Zardasht Faraj, geboren 1977 in Bagdad/Irak, wanderte 1992 nach Schweden aus. In seinen Arbeiten untersucht er die Sprache der Malerei und deren geometrische Grammatik in einer konzeptionellen Tradition. Er verwendet vielfach geometrische Formen wie Dreiecke oder Quadrate, besticht aber auch mit Wolkenlandschaften sowie mit orientalisch anmutenden Gemälden. Beim Betrachten entsteht ein Dialog zwischen Raum und Betrachter, in dem die Räumlichkeit und verschiedene Perspektiven wirken. 
Die Landschaftsbilder von Simas Žaltauskas, geboren 1980 in Klaipėda/Litauen, sind der Natur nah in seiner impressionistischen, introspektiven Wahrnehmung der Welt und dem Festhalten am Moment. Mit seiner subtiler Farbempfindung und seiner Art des Komponierens entdeckt er Neues auf verhaltene Weise oder mittels stilistischer Genres. Die Werke der Illustratorin Viktorija Dambrauskaitė, geboren 1985 in Klaipėda/Litauen, sind inspiriert von Träumen und dem alltäglichen Leben. Ihre humorvollen Bilder und Ideen reizen unsere Sinne mit starken Farben und liebenswerten Charakteren. Sie sind von einem naiven Charme und erzählen fortlaufende Geschichten, die die spielerisch-aufmerksame, selbstironische Beziehung der Künstlerin mit ihrer engsten Umgebung widerspiegelt.
Sarah Fischer, geboren 1988 in Bad Dürkheim, ist INSOMNALE-Preisträgerin 2013 des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald. Ihre Fotografien kreisen um die Beziehung von Mensch und Natur, von Individuum und Gesellschaft. Durch das Anlegen verschiedener Bildebenen mit transparentem Zeichenpapier entstehen Bilder mit einer klaren linearen Sprache. Sie setzt konkrete Gegenstände im Zusammenspiel von Fläche und Linie in neue, mitunter surreale Szenerien. Paula Gau, geboren 1991 in Berlin, ist INSOMNALE-Preisträgerin 2014 des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald. In ihrer Installation „#instacaust“ thematisiert sie die erschreckende Abgestumpftheit mancher Besucher der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die Selfies aus dem KZ machen. Mit ihrer aktuellen Arbeit „Heimat“ begibt sie sich auf die Suche nach Erinnerungen, Menschen, Gesprächen und nach dem Ort der Identität nachhaltig prägt.
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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