NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - INSIDE OUTSIDE


Neues Kunsthaus Ahrenshoop

INSIDE OUTSIDE


Karen Weinert


               





                Axel Krause



               






                Petra Ottkowski

               






               Madeleine Heublein
                        



            



                Frank Herrmann






Ausstellung vom 1. Dezember 2013 bis 27. Januar 2014
täglich geöffnet 10-16 Uhr außer mittwochs
am 24.-26.12.2013 geschlossen sowie am 1.1.2014 11-16 Uhr geöffnet


                INSIDE OUTSIDE

SKULPTUR, INSTALLATION, K√úNSTLERBUCH, VIDEO,
FOTOGRAFIE UND MALEREI AUS SACHSEN

J√°chym Fleig (Dresden) - Skulptur
Sabine Golde (Leipzig) - K√ľnstlerbuch
Frank Herrmann (Dresden) - Objekt
Madeleine Heublein (Leipzig) - Skulptur
RP Kahl (Bärenstein) - Video/Film
Axel Krause (Leipzig) - Malerei
Ulrike Mundt (Dresden) - Installation
Petra Ottkowski (Leipzig) - Malerei
Karen Weinert (Dresden) - Fotografie



INSIDE OUTSIDE ‚Äď der Blickwinkel kann entscheidend sein. Ob innen oder au√üen, ergibt sich ein anderes Bild. Wesentlich ist immer wieder, zwischen den Blickwinkeln Verbindungen herzustellen, einen virtuosen √úbergang vom einen ins andere zu erm√∂glichen oder zu schaffen. Wie die Musik mitunter zwischen konventionellen, harmonisch passenden Tonfolgen und unkonventionellen abwechselt, so l√§dt diese Ausstellung mit Bildern und Skulpturen ein, inhaltlich und formal ein √§hnlich interessantes Spannungsfeld bewu√üt aufzusuchen.

In dem kinetischen Objekt ‚ÄěLichte Perforation‚Äú von Frank Herrmann nimmt der Betrachter ein perforiertes Antlitz im Innern wahr, kann es aber nicht fixieren, stattdessen verschmilzt es immer wieder in den √§u√üeren Spiegeln. Karen Weinerts inszeniert- dokumentarische Fotoserie ‚Äě5,80 m‚Äú zeigt eine Gef√§ngnismauer und thematisiert damit den Alltag hinter Mauer und Stacheldraht in einer Justizvollzugsanstalt. Hohe Mauern sch√ľtzen das Innen und Au√üen vor ungebetenen Blicken, aber der rankende Pflanzbewuchs suggeriert noch Anderes. Madeleine Heubleins Objekte aus Gips und Holz ‚Äěpoint of no return‚Äú manifestieren den √úbergang zwischen zwei Momenten. Es dr√§ngt sich die Frage auf: was ist innen, was war au√üen? Ulrike Mundts k√ľnstlerisches Interesse liegt in der Analyse und Konstruktion von r√§umlichen Zusammenh√§ngen. Ihre Objekte untersuchen das Verh√§ltnis von Fl√§che und Raum, erweitert um die Dimension von Klang und kinetischer Bewegung. Klarer Gestalt steht h√§ufig ein humorvoll-absurdes Innenleben entgegen. J√°chym Fleigs Werke spielen mit einer ausufernden Symbolhaftigkeit unserer Zeit. Ganz plastisch tritt in seinen Arbeiten das Innere nach au√üen und gibt sich raumgreifend preis. Petra Ottkowski untersucht malerisch berauschend farb- intensiv Licht- und Schattensituationen an geometrischen Grundformen. Farbige Bandornamente und M√§anderformen sorgen f√ľr Umlenkung und Aufbrechung der Schlagschatten und lassen innen und au√üen verschwimmen. Die Schatten verselbstst√§ndigen sich so zu einem abstrakten Muster. Auf Axel Krauses gro√üformatigen surrealen Arbeiten scheinen mehrere √úberg√§nge nicht nur von innen und au√üen m√∂glich. Offensichtliche und hintergr√ľndige Assoziationen bieten sich dem Betrachter. Sabine Goldes K√ľnstlerbuch l√§dt haptisch wie visuell ein, vier Frauen einer Familie aus Sachsen in ‚ÄěVier Generationen‚Äú zu entdecken und RP Kahl schickt die Protagonistin seines Films durch das Niemandsland eines verlassenen Dorfes und l√§sst den Zuschauer die Tristesse des kontr√§ren Ortes deutlich sp√ľren.

In dieser Ausstellungsreihe im Neuen Kunsthaus steht in Kooperation mit dem K√ľnstlerhaus Lukas bereits zum dritten Mal ein L√§nderschwerpunkt im Mittelpunkt: Nach Sachsen-Anhalt mit der Ausstellung ‚ÄěDas tempor√§re Haus‚Äú und Berlin mit ‚ÄěAssemblage ‚Äď aus einer Stadt gefallen‚Äú, stellen nun ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des K√ľnstlerhaus Lukas aus Sachsen aus.
Neues Kunsthaus Ahrenshoop