NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - 3+3 junge kunst aus drei ländern


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

3+3 junge kunst aus drei ländern


Sara Wallgren














Rodion Petrov
















Theda Schillmöller




28.4. 2013 bis 1.7.2013
geöffnet täglich 10 - 17 Uhr


3+3 junge kunst aus drei ländern

 Sara Wallgren
(Schweden) - Zeichnung/Klang

Rodion Petrov
(Litauen) - Malerei

Theda Schillmöller
(Deutschland) - Fotografie/Video



3+3 junge kunst aus drei ländern lädt erneut drei StipendiatInnen aus Südschweden, der Region Klaipeda und aus Mecklenburg-Vorpommern ein. In diesem Jahr ist erstmals eine junge Künstlerin beteiligt, die während ihres Studiums 2012 Preisträgerin des INSOMNALE Wettbewerbes der Universität Greifswald war. Die drei KünstlerInnen erhielten im April 2013 ein einmonatiges Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas. Die bewährte Ausstellungsreihe zeigt uns seit acht Jahren, wie wichtig der interkulturelle Austausch gerade von jungen KünstlerInnen ist, um den Akteuren selbst und den Besuchern unterschiedlichste Einblicke und Erfahrungen in die aktuelle junge Kunstentwicklung zu ermöglichen. Ein dreiteiliger Katalog im Schuber und die Wanderung der Ausstellung nach Schweden und Litauen bieten den jungen Künstlerinnen und Künstlern als Erstförderung eine besondere internationale Präsentationsplattform.

Rodion Petrov (geb. 1985) schafft es durch farbintensive fotorealistische Malerei zu verblüffen. Oft bemerkt der Betrachter erst beim zweiten Blick, dass nicht die Fotokamera, sondern der Pinsel das Werkzeug des Künstlers war. Durch die Verwendung der klassischen Ölmalerei als Mittel der Illusion eines modernen Mediums schafft der Künstler Irritation und appelliert an das genaue Hinsehen im Kontrast zu dem durch mediale Vielfalt überfluteten Sehen.

Sara Wallgren (geb. 1981) widmet sich in ihren Arbeiten in vielfältiger Weise durch das Medium Zeichnung den Themen Zeit, Erinnerung und Kommunikation. Dabei versteht sie Kunst als eine wortlose Sprache und dennoch als eine andere Form der Kommunikation, ähnlich der Schrift, die sich beide den gleichen Mitteln, nämlich Stift und Papier bedienen. In diesem Verständnis überträgt sie beispielsweise in Installationen die Frequenz eines Tones auf die Intensität der Zeichnung und stellt diese mit eigens erschaffenen Klangobjekten gemeinsam vor.

Theda Schillmöller (geb. 1985) gelingt es in ihren Foto- und Video- arbeiten, der Wirklichkeit ein Arrangement zu entlocken, ohne zu arrangieren. Dabei bedient sie sich Motiven aus ihrer Alltagswelt. Sie erinnert sich, durchquert Landschaften sowie Kulturräume und begegnet ihnen auf feinfühlige Weise. In ihrem Kurzfilm „Schönort“, dem INSOMNALE Wettbewerbssieger, macht sie ihrer Heimat in pastosen Bildern und abseits von Klischees eine dokumentarische Liebeserklärung.
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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