Projektausstellung 2010
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Riverine: Bodden Zones
19.09. – 01.11.2010
täglich geöffnet von 10 –17 Uhr
Philipp Geist – Fotografie – Video – Multimedia
Video - Installationen mit Arbeitsergebnissen des zweimonatigen
Stipendiums im Künstlerhaus Lukas
Die Projektausstellung zeigt Arbeiten des Berliner Künstlers Philipp Geist, darin Ergebnisse seines zweimonatigen Aufenthaltsstipendiums, das er 2010 im Künstlerhaus Lukas antreten wird. Auf diese Weise erfahren die in Ahrenshoop arbeitenden Stipendiaten nicht nur eine größere Öffentlichkeit und Einbeziehung in den Ort, neueste und absolut aktuelle Tendenzen künstlerischer Entwicklung können so aufgespürt und präsentiert werden.
Unter dem Titel RIVERINE Bodden Zones erweitert Philipp Geist sein Video-Wasser-Projekt im Ort und der Umgebung von Ahrenshoop und zeigt Videoaufnahmen und
Videostandbilder von nationalen und internationalen Fliessgewässern. Mit
Unterwasser-Video- kameras filmt er die Welt unter der Wasseroberfläche. Die künstlerische
Auseinander- setzung mit dem allgegenwärtigen Element Wasser ist ein Kontaktversuch mit unserer unmittelbaren und doch fernen Realität. Geist zeigt einen Teil dieser Realität auf, der für uns üblicherweise verborgen bleibt.
Geist versteht RIVERINE Bodden Zones als ein kontinuierliches Projekt, das weltweit Flüssen auf Vergessenes, Verdrängtes oder schlicht Unbekanntes erforscht. Um das
lebensnotwen- dige Element Wasser in all seinen Facetten zu beleuchten, sollen dabei je nach Eigenheit des Flusses auch ethnologische, religiöse, politische und vor allem umweltpolitische Aspekte in Erscheinung gebracht werden.
Die Installation besteht aus Aufnahmen von urbanen Flüssen, kleinen Bächen und großen Strömen in einer gleichberechtigten Gegenüberstellung, deren Ästhetik teils dokument-arisch, teils fremdartig, grob und pixelig, teils fehlbelichtet, unscharf, farbintensiv oder auch monochrom wirkt. Ohne die übliche Fernsehästhetik zu bedienen, erlauben sie dem Betrachter einen realen aber zeitgleich irritierenden Einblick. Vormals Bekanntes wird zu einer Landschaft des Surrealen. In seiner Video-Raum-Installation stellt Philipp Geist die Flüsse per Videoprojektion oder Monitor dar, und ergänzt diese wahlweise mit meter-langen, im Raum schwebenden Bahnen aus aneinander gereihten
Unterwasser- Video-standbildern, oder aber mit flächen füllenden Bildreihen. Je nach den räumlichen und technischen Gegebenheiten können die Unterwasserfilmsequenzen auf einem oder mehreren Monitoren präsentiert werden, oder über eine oder zahlreiche
Videopro- jektionen. Auch ob, wie viele und in welcher Form und Anordnung die Videostandbilder gezeigt werden, entscheidet der Künstler jeweils in Bezug auf den Ausstellungsraum.
Philipp Geist geboren 1976 in Witten, als Künstler Autodidakt. Zugang zur Videokunst über die Fotografie und die Malerei. Debüt als 20-Jähriger im oberbayerischen
Polling/ Weilheim, es folgen Ausstellungen im Stadtmuseum Schongau und in der Type-E Galerie München. Seitdem arbeitet P. Geist international als Multimediakünstler. U.a. 2004 Sonar Festival Barcelona, Mutek Festival Montreal, Dissonanze Festival, Rom, 2006 Salon Noir Neue Nationalgalerie Berlin, 2007 Palazzo delle Esposizioni, Rom | lebt und arbeitet in Berlin und Weilheim |
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