NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP - 3+4 junge kunst aus drei ländern


NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP

3+4 junge kunst aus drei ländern


3+4 junge kunst aus drei ländern

25. 03. 2006 - 21. 05. 2006
geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr

Grafik/ Skulptur - Anja Krüger (Deutschland)
Malerei - Irma Lešcinskaite (Litauen)
Grafikinstallation - Madelene Oldeman (Schweden)

Anja Krüger
Historie und Zeitgeschehen als Warenhausabteilungen, Internet- Bilddatenbanken und zerblätterte antiquarische Lehrbuch- Wälzer mit wunderschönen handgemachten Zeichnungen: daraus zieht Anja Krüger ihr Material und kombiniert mit sicherem Griff aus dem Unmaß des Verfügbaren. Anja Krüger braucht das vermeintliche Chaos und dann einen „Aufhänger“, wie sie es selbst formuliert. Auf ihren Objekten aus Glas erscheint Skurriles, Merkwürdiges und Vergessenes auf der Glasfläche wie auf einem Objektträger. In ihren Zeichnungen gibt sie selten die geschlossene Form auf, öffnet die Fläche. Man ahnt in filigranem Gekritzel Schrift, die geheime Botschaft, die jedes gute Bild wohl auch enthält, die letztlich aber im Begrifflichen nicht aus- und festzu- machen ist. Anja Krügers Arbeiten stehen als Behauptungen, die sich gegen jeden Versuch eines Beweises wehren.

Irma Lešcinskaite
Irma Lešcinskaite gehört zur jüngeren Generation litauischer MalerInnen und ist zweifelsohne eine ihrer originellsten und konzeptionellsten Vertreter. Ihre Malerei ist eine brilliante Kombination aus beruflicher Meisterschaft und metaphysischem Streben. Die Malerin beherrscht meisterhaft alle Ausdrucksmittel der bildhaften Kunst, wobei ihr wichtigstes Ausdrucksmittel die Farbe ist. Ihre Bilder offenbaren viele Merkmale postmoderner Kunst: Ironie und Selbstironie, freies und elegantes Spiel mit den Formen vergangener Kulturepochen, besonders mit denen der Barockmalerei.
Irmas Lešcinskaites Werke sind von enormer Leidenschaft und Spannung der Farbenmetaphysik durchdrungen und wollen Brücken zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt bauen. Die hoffnungsvolle Spannung, die ihre Bilder ausstrahlen, legt ein authentisches Zeugnis unseres postmodernen „Weder-Noch“ ab. Man kann ihre Arbeiten als lebhaften Beweis annehmen, dass die Suche nach dem Sein und seinem Sinn niemals aufhören.

Madelene Oldeman
Madelene Oldemans Zeichungen sind oft organisch aufgebaut, frei assoziierbar, farbenfroh und lebhaft. Auf den ersten Blick wirken sie wie ein Geflecht aus Linien, Farben und Gestalten. Doch bei genauerem Hinsehen werden Elemente sichtbar, die sich wiederholen. Sie beginnen, wie Symbole zu arbeiten, Symbole ohne wirkliche Erklärung. Alle klassischen Vorstellungen von "realistischer" und "wissenschaftlicher" Art des Zeichnens werden untergraben durch Oldemans Ablehnung von Perspek- tive, Schwerkraft und Räumlichkeit. Jedoch nutzt sie bevorzugt Räume, um ihre Arbeiten direkt auf die Wand zu zeichnen. In ihrer Videoarbeit, wie auch in einigen ihrer Zeichnungen begegnen wir einer Barbapapa-ähnlichen Gestalt. Diese Figur assoziiert die Kindheit der Künstlerin und der "du kannst sein, wer du willst" Mentalität, für die Möglichkeit, die Gestalt zu ändern. Das was sie bis heute bevorzugt in ihren Arbeiten suggeriert.

Anja Krüger

Irma Lescinskaite

Madelene Oldeman

Anja Krüger

Irma Lescinskaite

Madelene Oldeman


 
Neues Kunsthaus Ahrenshoop
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